LED-Umrüstung Außenbeleuchtung / Straßenbeleuchtung

Tausch von Hochdruck-Quecksilberdampf-, Natriumdampf- oder Halogen-Außenleuchten durch LED.

Wie funktioniert die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung?

Bei der Umrüstung werden Außenleuchten mit Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL), Natriumdampflampen oder Halogen durch LED-Leuchten ersetzt. Eine klassische Quecksilberdampfleuchte mit 125 W nimmt inklusive Vorschaltgerät rund 145 W auf; die LED-Leuchte für die gleiche Lichtaufgabe kommt mit 35 bis 45 W aus. Straßenleuchten brennen typischerweise rund 4.000 Stunden im Jahr, in Österreich wird als Standardwert 4.100 h/a angesetzt. Meist wird nur der Leuchtenkopf am bestehenden Mast getauscht, gelegentlich auch der Steuerschrank modernisiert. LED-Leuchten bieten darüber hinaus Funktionen, die mit Entladungslampen nicht möglich waren: Sie lassen sich in den Nachtstunden dimmen, etwa auf 50 % zwischen 23 und 5 Uhr, und die asymmetrische Lichtverteilung lenkt das Licht gezielt auf die Fahrbahn statt in den Himmel. Das reduziert Lichtverschmutzung und Energieverbrauch zugleich.

Für welche Betreiber lohnt sich die LED-Straßenbeleuchtung?

Typische Anwender sind Gemeinden, Betreiber von Industriearealen, Parkplätzen und größeren Außenanlagen. Voraussetzung ist, dass der Bestandsmast für die neue Leuchte geeignet ist; bereits vorhandene LED-Beleuchtung scheidet aus. Für Gemeinden ist die Maßnahme besonders relevant, weil die Straßenbeleuchtung einen erheblichen Teil ihrer Stromkosten verursacht. In Österreich unterstützt die Umweltförderung im Inland über die Kommunalkredit Public Consulting die LED-Umstellung von Straßen- und Außenbeleuchtung; einige Bundesländer haben ergänzende Programme. Eine fachgerechte Lichtplanung nach ÖNORM EN 13201 ist Voraussetzung für Förderung und normgerechte Ausleuchtung.

Was bringt die LED-Straßenbeleuchtung konkret?

Der Stromverbrauch sinkt um 60 bis 80 %. Eine Gemeinde, die 200 HQL-Leuchten mit 125 W durch 40-W-LED ersetzt, spart rund 86.000 kWh/a und 13,4 t CO2/a. Mit nächtlicher Dimmung sind weitere Einsparungen möglich. Eine LED-Straßenleuchte kostet 200 bis 450 € zuzüglich 100 bis 200 € Montage. Die Amortisation liegt bei 5 bis 10 Jahren, die Nutzungsdauer bei 20 Jahren. Hinzu kommen deutlich geringere Wartungskosten, weil der regelmäßige Lampentausch bei Entladungslampen entfällt.

Energieträger

Strom → Strom

Einsparpotenzial

60-80 %

Rechenbeispiel

Eine Gemeinde betreibt 200 Straßenleuchten mit Quecksilberdampflampen HQL 125 W, die inklusive Vorschaltgerät jeweils 145 W aufnehmen. Die Leuchten brennen mit astronomischer Zeitsteuerung von der Abenddämmerung bis zum Morgen, entsprechend dem österreichischen Standardwert von 4.100 Stunden pro Jahr. Im Zuge der Umrüstung werden die Leuchtenköpfe auf den bestehenden Masten gegen LED-Leuchten mit 40 W getauscht, die nach ÖNORM EN 13201 die gleiche Beleuchtungsklasse erfüllen. Die Einsparung ergibt sich aus Leistungsdifferenz, Brennzeit und Leuchtenzahl: (145 − 40) × 4.100 × 200 / 1.000 = 86.100 kWh/a. Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung sinkt damit um rund 86.000 kWh/a, was bei 0,156 kg CO2/kWh etwa 13,4 t CO2 pro Jahr entspricht. Eine zusätzliche Nachtabsenkung würde den Wert weiter erhöhen.

Investition & Amortisation

Straßenleuchte LED 200-450 € + Montage 100-200 € · Nutzungsdauer: 20 a · Amortisation: 5-10 a

Anwendbarkeit

Voraussetzungen

Ausschlusskriterien

Typische Objekte

Häufige Fragen

Wie viel Strom spart LED-Straßenbeleuchtung?

Die Umrüstung auf LED senkt den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung um 60 bis 80 %. Eine HQL-Leuchte mit 125 W nimmt inklusive Vorschaltgerät 145 W auf, die LED-Ersatzleuchte nur etwa 40 W. Bei 200 Leuchten und 4.100 Brennstunden im Jahr ergibt das rund 86.000 kWh/a. Nächtliche Dimmung erhöht die Einsparung zusätzlich.

Was kostet die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED?

Eine LED-Straßenleuchte kostet 200 bis 450 €, die Montage weitere 100 bis 200 € pro Leuchte. Für 200 Leuchten liegt die Investition also bei 60.000 bis 130.000 € vor Förderung. Die Amortisation beträgt 5 bis 10 Jahre bei 20 Jahren Nutzungsdauer; entfallende Lampenwechsel und Förderungen verkürzen sie.

Gibt es in Österreich Förderung für LED-Straßenbeleuchtung?

Ja, die Umweltförderung im Inland, abgewickelt über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC), fördert die LED-Umstellung von Straßen- und Außenbeleuchtung für Gemeinden. Einzelne Bundesländer wie Niederösterreich, Oberösterreich und das Burgenland bieten ergänzende Programme. Voraussetzung ist in der Regel eine fachgerechte Lichtplanung nach ÖNORM EN 13201 vor der Umrüstung.

Kann man LED-Straßenleuchten nachts dimmen?

Ja, LED-Leuchten lassen sich im Gegensatz zu Quecksilber- oder Natriumdampflampen stufenlos dimmen. Üblich ist eine Nachtabsenkung auf etwa 50 % zwischen 23 und 5 Uhr, entweder über ein im Treiber hinterlegtes Profil oder über ein Leitsystem. Das spart zusätzlich Energie, verringert Lichtverschmutzung und ist mit der ÖNORM EN 13201 vereinbar, wenn die Beleuchtungsklasse für verkehrsarme Zeiten angepasst wird.

Muss beim LED-Tausch der Mast erneuert werden?

In den meisten Fällen nicht. Ist der Bestandsmast standsicher und für die meist leichtere LED-Leuchte geeignet, wird nur der Leuchtenkopf getauscht. Das hält Kosten und Bauzeit gering. Eine Prüfung der Maststatik und der Verkabelung ist dennoch sinnvoll, da bei sehr alten Anlagen Korrosion oder ungeeignete Aufnahmen einen Austausch erfordern können.

Normen & Quellen

Messpunkte in der EDM Toolbox

Zentrale Steuerschränke mit Zähler ausstatten; Astro-Zeitsteuerung dokumentieren. Optional Dimmungsprofile via Leitsystem - LineMetrics-Logger ergänzt Lichtmast-Zähler über Modbus.

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