Wassersparbrausen und Durchflussreduzierer

Tausch der Brauseköpfe und Armaturen-Strahlregler gegen wassersparende Varianten (6-9 l/min statt 12-18 l/min).

Wie funktionieren Wassersparbrausen und Durchflussreduzierer?

Eine herkömmliche Brause lässt 12 bis 18 l Wasser pro Minute durch. Wassersparbrausen mischen dem Wasserstrahl Luft bei oder verwirbeln ihn, sodass 6 bis 9 l/min ausreichen, um das Strahlbild und das Duschgefühl zu erhalten. Durchflussreduzierer und Strahlregler an Waschtischarmaturen arbeiten nach demselben Prinzip und begrenzen den Volumenstrom unabhängig vom Leitungsdruck. Da bei jedem Duschvorgang weniger Warmwasser gezapft wird, sinkt der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung unmittelbar mit, ebenso die Kosten für Trinkwasser und Abwasser. Der Austausch erfolgt ohne Werkzeug am Standardanschluss G½ und dauert wenige Minuten je Zapfstelle, weshalb die Maßnahme auch in bewohnten Objekten ohne Störung umsetzbar ist.

Für welche Gebäude lohnen sich Wassersparbrausen?

Die Maßnahme wirkt überall dort, wo viel geduscht wird: Mehrfamilienhäuser, Hotels, Pflegeheime, Schulen mit Sportanlagen und Sportstätten. Voraussetzung sind vorhandene Standardbrausen mit G½-Anschluss. Nicht sinnvoll ist der Tausch, wenn bereits Sparbrausen installiert sind oder Spezialanlagen wie Thermen einen bestimmten Durchfluss benötigen. Bei sehr niedrigem Leitungsdruck oder Durchlauferhitzern mit Mindestdurchfluss ist die Eignung im Einzelfall zu prüfen. In Mietobjekten ist die Akzeptanz hoch, weil die Bewohner den Effekt auf der Wasserrechnung direkt sehen und der Komfort erhalten bleibt.

Was bringen Wassersparbrausen konkret?

Der Warmwasserbedarf sinkt um 30 bis 50 %. Die Energieeinsparung berechnet sich aus Nutzerzahl, Duschdauer, Reduktion des Volumenstroms, Temperaturdifferenz zwischen Kalt- und Warmwasser und dem Wirkungsgrad der Warmwasserbereitung. Ein Mehrfamilienhaus mit 50 Bewohnern spart bei 6 Minuten Duschzeit pro Tag und 6 l/min weniger Durchfluss rund 30.500 kWh/a Wärme und etwa 6,1 t CO2, dazu die entsprechende Trinkwassermenge. Die Kosten liegen bei 8 bis 30 € je Brausekopf und 3 bis 12 € je Strahlregler. Die Amortisation liegt unter einem Jahr, oft unter sechs Monaten, bei einer Nutzungsdauer von rund 8 Jahren. Damit ist die Maßnahme eine der wirtschaftlichsten überhaupt.

Energieträger

Erdgas, Heizöl, Strom, Fernwärme → Erdgas, Heizöl, Strom, Fernwärme

Einsparpotenzial

30-50 % WW-Bedarf

Rechenbeispiel

Ein Mehrfamilienhaus mit 50 Bewohnern wird mit einem Gaskessel versorgt, der das Warmwasser mit einem Wirkungsgrad von 0,75 bereitet. Die vorhandenen Standardbrausen werden gegen Sparbrausen getauscht, wodurch der Durchfluss um 6 l/min sinkt. Angenommen wird eine Duschzeit von 6 Minuten pro Person und Tag sowie eine Temperaturdifferenz von 30 K zwischen Kalt- und Warmwasser. Die Einsparung berechnet sich als E_einsp = 50 × 6 × 6 × 1,163 × 30 / 0,75 × 365 / 1.000 = 30.561 kWh/a. Das Gebäude spart damit rund 30.500 kWh Wärme pro Jahr und etwa 6,1 t CO2; hinzu kommen 6.570 m³ Trinkwasser, die weder aufbereitet noch entsorgt werden müssen. Bei Kosten von 8 bis 30 € je Brausekopf amortisiert sich der Tausch in weniger als einem Jahr. Warm- und Kaltwasserzähler je Wohnung zeigen den Effekt im Vorher-Nachher-Vergleich unmittelbar.

Investition & Amortisation

8-30 €/Brausekopf, 3-12 €/Strahlregler · Nutzungsdauer: 8 a · Amortisation: <1 a

Anwendbarkeit

Voraussetzungen

Ausschlusskriterien

Typische Objekte

Häufige Fragen

Wie viel Wasser und Energie spart ein Sparduschkopf?

Ein Sparduschkopf senkt den Durchfluss von 12 bis 18 l/min auf 6 bis 9 l/min und reduziert den Warmwasserbedarf um 30 bis 50 %. Ein Mehrfamilienhaus mit 50 Bewohnern spart bei 6 Minuten Duschzeit pro Tag rund 30.500 kWh Wärme pro Jahr. Da Warmwasser ein wesentlicher Teil des Energieverbrauchs ist, wirkt die Einsparung direkt auf Heiz-, Wasser- und Abwasserkosten.

Was kostet eine Wassersparbrause und wann rechnet sie sich?

Eine Wassersparbrause kostet 8 bis 30 €, ein Strahlregler für Waschtischarmaturen 3 bis 12 €. Die Amortisation liegt unter einem Jahr, in Objekten mit hohem Duschaufkommen oft unter sechs Monaten. Bei einer Nutzungsdauer von rund 8 Jahren gehört der Tausch zu den wirtschaftlichsten Energiesparmaßnahmen im Gebäude und benötigt weder Werkzeug noch Fachpersonal.

Merkt man den Unterschied beim Duschen mit einer Sparbrause?

Moderne Komfort-Sparbrausen mischen dem Wasser Luft bei, sodass der Strahl trotz 6 bis 9 l/min voll und angenehm bleibt. Der Unterschied zu einer Standardbrause ist im Alltag kaum wahrnehmbar. Einfache Durchflussbegrenzer ohne Luftbeimischung können sich dagegen als dünner Strahl bemerkbar machen. Bei Durchlauferhitzern ist der Mindestdurchfluss des Geräts zu beachten.

Was ist der Unterschied zwischen Sparbrause und Durchflussbegrenzer?

Eine Sparbrause ist ein kompletter Brausekopf mit integrierter Luftbeimischung oder Verwirbelung, der das Strahlbild bei geringerem Durchfluss erhält. Ein Durchflussbegrenzer ist ein kleines Einsatzteil, das zwischen Schlauch und Brause oder als Strahlregler in die Armatur eingeschraubt wird und den Volumenstrom druckunabhängig limitiert. Beide erreichen ähnliche Einsparungen; die Sparbrause bietet meist den höheren Komfort.

Gibt es Normen für den Durchfluss von Brausen in Österreich?

Die Anforderungen an Brausen sind in der EN 1112 festgelegt, die unter anderem Durchflussklassen und Dichtheit definiert. Für Strahlregler an Armaturen gilt die ÖNORM EN 246. Produkte mit Kennzeichnung nach diesen Normen weisen den Nenndurchfluss aus, sodass sich die Einsparung gegenüber der Bestandsbrause vorab berechnen lässt. In Österreich empfiehlt die Umweltberatung Durchflussbegrenzer als kostengünstige Sofortmaßnahme.

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Normen & Quellen

Messpunkte in der EDM Toolbox

Direkter Messpunkt: Warm- und Kaltwasserzähler. Vergleich vor/nach via Submetering pro Wohnung möglich - klassischer EDM-Use-Case mit hoher User-Akzeptanz (Mieter sehen direkten Effekt).

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